Neubau Oberstufenzentrum Rötschtmatte

Schulhaus Littau

 

Neubau Oberstufenzentrum Rötschtmatte

 

Projektwettbewerb im offenen Verfahren 2020 - 3. Preis

Programm: Primarschule, Dreifachturnhalle, Kindergarten, Betreuung, Aula

Bausumme: 45 Mio CHF 
Auftraggeber: Stadt Luzern, Dienstabteilung Immobilien, Baumanagement

Architektur | Städtebau: studio te GmbH und Patrick Meier Architectum GmbH
Landschaftsarchitektur: Landplan AG
Statik: CES Bauingenieure AG Walker + Rossi

Das Schulhaus Littau ist eine soziale und städtebaulich wichtige Anlage für das Quartier und Umgebung. Mit dieser verantwortungsvollen Erweiterung wird sie nun in die nächste Generation überführt. Das Projekt zeigt einen respektvollen Umgang mit dem Bestand und der komplexen Topografie. Das Hauptgebäude hat mit seiner Lage an der Hangkante eine weite Ausstrahlung und gibt der Schule sein Gesicht und Charakter. Durch eine kohärente Positionierung der Neubauten wird auf das stolze Hauptgebäude und die Höhendifferenz der beiden Ebenen Rechnung getragen. Das neue Projekt vereint Bestand und Erweiterung zu einer neuen, grossen Einheit mit klarer Struktur, eindeutiger Orientierung, zweckmässiger Nutzungsanordnung und ökonomischer Funktionalität. Westlich zur Cheerstrasse wird der Pausenhof durch einen langen Riegel gefasst. Dieser kanalisiert die Bewegung in eine bestimmte Richtung – als Herz und verbindendes Element von Bestand und Erweiterung präsentiert die neue Primarschule eine Esplanade und öffnet einen weiten Ausblick auf die Kleine Emme und die hügelige Landschaft des Luzerner Hinterlands.

Die grosszügige Kaskadentreppe im Riegel verbindet die stufenförmig angeordneten Unterrichtseinheiten. Mit seiner Ausformulierung überwindet der Riegel die Höhendifferenz und dient mit seiner angemessenen Höhe zugleich als Orientierungspunkt. Das Primarschulhaus fügt sich mit seiner Typologie sanft der Topografie an und weiss die Hanglage ökonomisch zu nutzen. Jedes Klassenzimmer profitiert von seiner jeweils eigenen Terrasse mit Aussenklassenzimmer. Parallel zur Kaskadentreppe positioniert sich die aussenliegende Freitreppe zwischen dem Wald und den Schulterrassen. Inspiriert durch klassische urbane Treppen wie die Spanische Treppe in Rom oder die Domtreppe in Noto, Sizilien verleiht sie der Anlage einen Hauch Méditerranée und lädt zum Austausch und Verweilen ein. Das tiefere Niveau mit der Schulgasse wird durch diese Gesten besser erschlossen und wirkt entgegen der heutigen Anonymität. Vielfältige Möglichkeiten der Durchwegung verleihen der Anlage seine Grosszügigkeit. Neue und spezifisch genutzte Aussenflächen werden so für eine wachsende Anzahl Kinder erschlossen.Aussenflächen werden so für eine wachsende Anzahl Kinder erschlossen.